Sonntag, 8. Januar 2012

Rückblick/Vorschau

Was war toll in 2011:

- erstmals in einem Jahr mehr als 1900 Trainingskilometer
- beim Spreewaldmarathon meine Bestzeit auf unter 3:45 gedrückt
- mein erster Ultra (50km), war der schönste Lauf im Jahr
- in München beim Nikolauslauf erstmals unter 40 Minuten auf 10 km gelaufen
- zusammen mit Andi und Franz eine wunderschöne Bike- und Hiketour

Was war nicht so toll:

- beim Staffelmix unterirdische 43:05 auf 9,9 km gelaufen
- versucht mit dem Franz den Muttekopf zu besteigen, wegen Schnee aber wieder umkehren müssen

Was bringt 2012:

- 06. Mai, gemeldet für den Salzburgmarathon, ich trainiere auf Zielzeit 3:30
- nochmal ein Ultra
- ein (Volks-)triathlon (da muss ich aber erst mal Kraulschwimmen lernen)

Sonntag, 4. Dezember 2011

Nikolauslauf München

Immer noch verfolge ich das Ziel, die 10 Kilometer unter 40 Minuten zu laufen.
2009 beim Nikolauslauf Marktoberdorf fehlten nur 38 Sekunden.
Da dieses Jahr der Marktoberdorfer Lauf ausfällt (wird künftig im Zweijahresrhytmus stattfinden),
bin ich auf der Suche nach einer vermessenen 10 Km Strecke beim Nikolauslauf München hängengeblieben.
Trainingsbeginn war acht Wochen vorher, wobei jeweils am Mittwoch ein Bahntraining, am Freitag ein kurzer Tempodauerlauf (5-7 km) und am Sonntag ein langer Tempodauerlauf (9-14 km) auf dem Programm stand.
Die Trainingsbedingungen waren durchweg optimal ohne Schnee und Regen.
Nur einmal musste ich wegen einer leichten Erkältung fünf Tage kürzer treten.

Der Wettkampftag: Start und Ziel ist im Olympiagelände in der Nähe der Schwimmhalle wo auch die Startnummernausgabe stattfindet.


Trotz der ca. 1000 Teilnehmer geht alles sehr zügig.
Die Optimale Lauftemperatur von 8 Grad wird durch den heftigen Wind getrübt.

15.00 Uhr Start: wir laufen Anfangs leicht bergab mit Rückenwind, dadurch der erste Kilometer in 3:42.
Danach aber ein Anstieg von 10 Hm, wir überqueren den Mittleren Ring auf einer Brücke.
Die nächsten 1,5 km müssen wir voll gegen den Wind laufen, die Pace steigt über die 4 min Grenze.
Bei Km 4 nochmals ein Anstieg von 15 Hm auf eine Anhöhe.

Km 5: wir laufen durch Start-Ziel, Zwischenzeit 19:45, auf zur zweiten Runde.

Km 7: genau 28:00 min, Mist das wird wieder nichts wenn ich an den schweren Restteil denke;
egal jetzt wird voll durchgezogen.

Km 9, vor dem letzten Anstieg: 35:57 min, ich laufe bergauf wie noch nie, der Puls steigt auf 181,
ich schnaufe wie ein Asthmakranker.

Zieleinlauf: 39:52 min! Juhuu doch noch geschafft und das bei den schwierigen Bedingungen.

Gesamt Platz 100 von 979 Teilnehmern, M40 Platz 22 von 135 Teilnehmern.

Wollte das Zieleinlaufvideo einbinden, funzt aber nicht also nur den Link: Einlaufvideo

Jetzt gehen langsam meine Ziele aus, aber im Marathon habe ich noch Potential, nächstes Jahr versuche ich in Salzburg unter 3:30 zu laufen.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Wettkampf beim Dorfverein

Habe mein Training seit dem 09.10. auf schnelle Läufe umgestellt, vielleicht schaffe ich es doch noch die 40min Grenze auf 10 km zu knacken.
Da paßt der "Gina-Lauf" in Jengen mit einer Länge von 7,4 km laut Ausschreibung genau ins Training.
Es hat 6 Grad bei Sonnenschein, perfekte Bedingungen.
Der Start soll um 14.00 Uhr sein, aber da laufen erst mal die Kinder ihre Läufe.
Als es endlich losgehen soll ruft ein Helfer von hinten "Stop da fehlt noch einer".
Der kommt von seinem Auto angerannt, muß aber nochmal umdrehen da ihm auch noch seine Startnummer fehlt!
Jetzt gehts los, der erste Km in 3:50 recht schnell, der zweite in 4:04 paßt da eher.
Bei Km 2 biegt der Feldweg nach links ab, geradeaus steht eine Reiterin die noch zusätzlich ein Pferd am Zügel führt.
Vor mit ist eine Lücke von 20 Metern und genau da muß sie jetzt mit ihren zwei Pferden rein und reitet in unsere Laufrichtung!
Die Pferde bocken und scheuen schon fast und ich schnauze sie an warum sie nicht warten kann bis die Läufer vorbei sind, als Antwort erhalte ich nur "das ist ein Öffentlicher Weg"
Kurz danach ein Anstieg von 20 Metern, der Km nur noch in 4:24.
Wir laufen mittlerweile durch den Wald plötzlich steht mitten im Weg ein Bauer mit dem MB-Track und lädt Baumstämme auf.
Also seitlich vorbei, blöd nur das da genau Brennesseln wachsen, der Km in 4:10.
Auf den letzten drei Kilometern gibt es keine Hindernisse mehr, ich kann jeden Km zwischen 4:00 und 4:01 laufen.
Im Ziel zeigt der Garmin 6,95 km bei Handgestoppten 28:18 an was einer Pace von 4:04 entspricht, überraschend gute Form nach nur zwei Wochen hartem Training.
Anschließend gibt es noch Kaffee und Kuchen in der Turnhalle, das ist im Startgeld von 6 € enthalten.
Die Siegerehrung warte ich dann doch nicht ab.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bergtour auf die Lichtspitze (2356m)

Fahrt ins Lechtal bis Häselgehr, ab da Richtung Gramais.
500m nach der ersten Serpentine liegt Rechterhand ein Parkplatz, gegenüber bei einem Forstweg beginnt der Weg zur Lichtspitze.
Habe selten einen so gut markierten Pfad gesehen, alle paar Meter ist ein Stein oder Baum mit einer roten Farbmarkierung versehen.
Die einzige schwierige Stelle ist in ca. 1900m Höhe mit einem Drahtseil gesichert.


Endlich ist das erstemal der Gipfel zu sehen.


Nach 2h 5min und 1170 Hm Ankunft am Gipfel.


Jemand hat sich viel Arbeit mit einem Steinmandl gemacht.

Blick zur Bretterspitze (2004 erklommen) und rechts davon die Urbeleskarspitze.


Blick ins Lechtal hinein.

Montag, 3. Oktober 2011

Bike und Hike auf den Predigtstuhl (2234m)

Die Fakten: Mountainbike 31 km mit 1130 Hm, Gipfelbesteigung mit 500 Hm.
Um 09.30 Uhr am Parkplatz der Ehrwalder Almbahn ist schon einiges geboten, Mountainbiker zu Hauf und Bergwanderer mit Hund Kind und Übergewicht in Massen.
Vom Parkplatz zur Bergstation sind schon mal 350 Hm mit ca. 15% zu überwinden.

Wir kämpfen uns bis zur Abzweigung Richtung Sebensee wo die ganzen Wanderer hinwollen.
Wir sind auf einer Höhe von 1600m und können es jetzt ins wunderschöne Gaistal runterrollen lassen.
Ein kurzer Halt bei der Tillfussalm wo wir am Rückweg noch einkehren werden.

Auf Höhe der Gaistalalm (1400m) geht es einen Forstweg hinauf Richtung Predigtstuhl,
wir fahren bis auf 1700m und lassen da unsere Fahrräder stehen und gehen zu Fuß weiter.

Auf 1900 m Höhe öffnet sich der Kessel und der Hochwanner rückt ins Bild.

Unser Ziel ist zu sehen.


Als letzte Hürde sind einige leichte Kletterstellen zu überwinden, die Felsen sind aber feucht und dementsprechend glatt.


Am Gipfel ist es wunderbar sonnig, die Aussicht toll.
Wir können bis auf die Gipfelstation der Zugspitze sehen.


Richtung Osten ist die Rotmoosalm und im Hintergrund Gehrenspitze (2367m) zu erkennen.


Fazit: anstrengende aber wunderbare Tour bei Perfektem Wetter mit über 20 Grad im Oktober.

Montag, 26. September 2011

2/3 Marathon Kempten

Nach 2007 als ich an dem Lauf auch schon teilgenommen habe, wieder dabei bei etwas geänderter Strecke.
Vom Lauftreff nehmen der Edi, Werner, Tobi, Erwin und die Gela den 50 km Ultramarathon mit 1250 Höhenmetern in Angriff.
Ich, der Franz, Michi und der Michael starten über 30 km.
Zum Startzeitpunkt um 09.00 Uhr herrschen angenehm kühle Temperaturen bei einem wolkenlosen Himmel.
Nach nur 2 km geht es bereits einen steilen Trampelpfad durch den Wald, die Läuferschar hat sich noch nicht weit auseinandergezogen, also heißt es ein strammes Tempo anzuschlagen um keinen aufzuhalten.
Wir laufen auf den Blender zu, da geht es aber so steil durch den Wald rauf das alle gehen müssen.
Auf der Gipfelhöhe (1072 m) haben wir 10 km und schon über 400 Hm hinter uns, ich habe bis hierher 59 min gebraucht.
Belohnt werden wir durch eine schöne Bergsicht.
Es geht 160 Hm hinab, man kann es richtig laufen lassen, der Km in 4:28.
Aber wir müssen wieder 180 Hm hinauf bis wir bei Km 15 die Teilung erreichen, 30 er nach links runter die 50 km Läufer rechts rauf.
Die nächsten 10 km geht es weitgehend bergab und ist gut zu laufen.
Nach der Verpflegung in Ermengerst merke ich wie die Oberschenkelmuskeln sich zu verhärten beginnen, um keinen Krampf zu riskieren, muss ich Tempo rausnehmen.
Als letzte Hürde kommt noch ein 100 Hm Anstieg durch den Wald, den ich nur im gehen bewältigen kann.
Im steilen Wurzelpfad runter Richtung Ziel habe ich zwei Verfolger die immer näher kommen.
300 m vor dem Ziel kommt noch eine Bodenwelle von vielleicht 5 Metern Höhe, die ich nur noch wie ein Hunderjähriger raufkomme und meine Verfolger ziehen vorbei.
Am Ende waren es doch 726 Höhenmeter.
Endzeit 2:45:10; AK M40 Platz 10; Gesamt Platz 59 von 160 Teilnehmern.

Der Michael und der Werner mussten wegen muskulärer Probleme leider aufgeben.

Sonntag, 18. September 2011

Hörnleberglauf


Start um 16.00 Uhr bei 24 Grad und Sonne neben der Kirche von Bad Kohlgrub in 837 m Höhe.
Das Feld ist bunt gemischt und mit 88 Teilnehmern überschaubar, es sind aber doch mehr als in den Vorjahren.
Zuerst geht es ca. 1 km auf Teerstrassen schon recht steil durch den Ort hinauf.
Der Schweiß fließt in Strömen, ich bin froh als wir in den schattigen Wald kommen.
Die Strecke steigt durchgehend an, flache Passagen zur Erholung gibt es so gut wie nicht, es ist aber nie so steil das man gehen müsste.
An einer steilen Stelle kurz vor Km 4 überholt mich einer im Gehschritt!?
An den steilsten Stellen gehe ich jetzt auch, das ist nur minimal langsamer als Laufen.
Der fünfte Kilometer ist am schwierigsten ich benötige 9:18 min.
Der letzte Kilometer geht am Ende noch einiges bergab, mit einer Kilometerpace von 4:26 meint man zu fliegen.
Zielankunft auf 1390 m nach 48:14 min, der Sieger lief unter 35 min.
Es waren auf 6,94 km 600 Höhenmeter zu bewältigen.
Obwohl es etwas dunstig ist, kann man Richtung Süden die Zugspitze und Richtung Norden den Staffelsee gut erkennen.
Bei klarem Wetter muss die Aussicht ein Traum sein.
Kurz vor 18 Uhr ist die Siegerehrung, jeder erhält eine Urkunde und zum 30-jährigen Jubiläum ein T-Shirt.
In meiner Altersklasse bin ich 12. und somit Drittletzter.
Währenddessen geht ein Unwetter mit Hagel und Starkregen nieder, nicht auszudenken wenn das während des Laufs gewesen wäre.
Die Talfahrt mit der Sesselbahn würde 7€ Kosten, soviel habe ich nicht mehr, also ist runterlaufen angesagt.
Das Gewitter ist abgezogen, Zentimeterhoch liegt der Hagel und auf den Wegen fließen wahre Sturzbäche zu Tal.