Sonntag, 28. August 2011

Kein Gipfelerfolg auf den Muttekopf (2431m)

Das ist mir ja noch nie passiert, das ich eine Gipfelbesteigung abbrechen musste!
Was war passiert: ganz einfach am Samstag hat es bis ca. 1700m herunter geschneit.
Voller Vorfreude gingen wir am Sonntag um 08.20 Uhr in Holzgau im Lechtal bei strahlend blauem Himmel los, die Berge ringsrum waren alle weiß.


Der Weg war fast nicht markiert, es ging durch extrem steile Grasflanken und durch den Wald, dem Weg zu folgen war eher Glückssache.



Ab 1700 m lagen dann die ersten Schneereste.

Ich ging dann noch bis auf 1850m hoch, aber es wurde immer rutschiger und es war unwahrscheinlich das wir in dem Schnee überhaupt den Weg erkennen würden.
Wir beschlossen lieber wieder umzukehren.

Bergab haben wir uns dann total verfranzt und mussten weglos über steiles Gelände hinunter und waren heilfroh irgendwann wieder auf eine Strasse zu treffen.



Wir schauten uns noch den Simms Wasserfall an und kamen doch noch auf fast 1000 gewanderte Höhenmeter.
Wie sagte Arnie immer: I´ll be back!



Sonntag, 7. August 2011

Wasserschlacht in der Waldschlucht

Das Bergwetter ist ja grad nicht so, auf einen langen Lauf hatte ich auch keine Lust.
Also ab nach Bad Kohlgrub zum Schluchtlauf (10 km), Tempobolzen kann nie schaden.

In der Früh war´s noch trocken, während der Fahrt fing´s an zu tröpfeln und im Ort regnete es leicht bei 15 Grad.

Vor zwei Jahren habe ich schon mal teilgenommen, finishte in 43:51 und war total unzufrieden, da ich die letzten 2,5 km wo die meisten der 120 Hm zu bewältigen sind, ziemlich platt war und einiges liegen liess.

Diesmal also andere Taktik, am Anfang etwas verhaltener um am Ende noch Kraft zu haben.
Aufgrund des schlechten Wetters fanden sich gerade mal 64 Teilnehmer am Start ein.

Punkt 09.00 Uhr Start (ja jeder rechnet im August mit Hitze, darum so früh).
Etwas bergauf, dann geht es drei Kilometer mehr oder weniger bergab, die Km in 3:54; 3:50; 3:55.
Wir laufen mittlerweile auf Feldwegen durch den Wald, der Regen ist ziemlich stark, es bilden sich Pfützen und kleine Bäche, die Klamotten haben sich mittlerweile vollgesogen und ihr Gewicht vervielfacht.

Die nächsten vier Kilometer sind etwas wellig, Pace 4:07, 4:13, 4:41, 4:17.

Km 7,3 jetzt gehts los mit den härteren Anstiegen, die Beine sind nicht besonders, es ist eine Quälerei.
KM 8+9: 5:16, 5:09.

Die letzten 500m vor dem Ziel sind wieder flach darum noch ein Km in 4:38.

Zieleinlauf in 43:41 Platz 22, Platz 6 in der AK.

Noch eine Weile dem Zieleinlauf zugeschaut, der Franz vom Lauftreff liefert sich noch einen Endspurt der unentschieden ausgeht, wird zweiter in seiner AK und kann einen Pokal mitnehmen.

Fazit: nur um 10 sec verbessert gegenüber 2009 (auf den letzen drei Km gegenüber 2009 um 12 sec schneller), hatte mir mehr erwartet.

Irgendwie muss ich mein Bergauflaufen verbessern, nur wie?

Donnerstag, 14. Juli 2011

Staffelmixmarathon Marktoberdorf

Seit 2003 findet im Zweijahresrythmus der Mannschaftswettbewerb mit den Disziplinen Skaten (11,8km), Radfahren (20,4km) und Laufen (9,9km) statt.
Ich und meine zwei Brüder sind bisher immer dabeigewesen und versuchen uns immer zu verbessern.

Das Rennen aus Sicht des Skaters Werner:

In der Vorbereitung zweimal beim Inlineskatetraining gewesen, dafür aber in neues Material investiert!
Start und Einführungsrunde liefen ohne Probleme ab, wurde wenig überholt und es war gut eingeteilt. Kein Gedränge, jeder nahm Rücksicht.
Die ersten 2,5km gingen durch die Stadt, die 90° Linkskurve bei der Kirche auf die Schwabenstrasse war wie immer gut mit Zuschauern besetzt, es gab in der Gruppe keinen Sturz.
Bergab zur Grüngutsammelstelle hatte ich Topspeed 37km/h.
Erstmals führte die Strecke nicht die schmale Nebenstraße an der B12 entlang sondern gerade weiter nach Ebenhofen.
Die Straße ist vom Belag her einiges besser als die alte Strecke, in der Gruppe konnte man durch den Windschatten gut Tempo machen.
Als ich mich von der Gruppe absetzen wollte, benötigte ich drei Anläufe; im Windschatten mitfahren geht doch leichter.
Schließlich gelangte ich aber doch zur nächsten Gruppe.
In Ebenhofen wird an der Hauptkreuzung nach Rechts Richtung Altdorf abgebogen, quer davor ein Riegel grobes Kopfsteinpflaster, Sturzgefahr!
Also Bremsen, in die Knie und darübergrumpelt.
Einer hatte sich die Strecke wohl vorher angeschaut, er wich da einfach auf den Gehsteig aus und konnte uns auf der Innenseite locker überholen.
In Kreen ist frisch geteert, das macht den steilen Anstieg am Ortsende auch nicht leichter.
Bis Bertholdshofen noch alles gegeben, und durch die letzten drei scharfen Kurven bis zum Staffelwechselpunkt.
Durchschnitt 26.6km/h, Streckenlänge 10,67km.
Platz 64 (2009: 107) in 24:09 min.

Staffelbandübergabe:
Das Rennen aus Sicht des Radlers Andreas:

Der Werner taucht überraschend früh in der Wechselzone auf!
Spurt zum abgestellten Rennrad (ja ein neues, das ich beim letzten Wettbewerb noch nicht hatte).
Am ersten steilen Anstieg vor Heiland konnte ich gleich mal drei Radler überholen, das veränderte Training mit mehr Zug beim Bergauffahren macht sich bezahlt.
Es findet sich eine Gruppe von drei Fahrern bei der ich das Tempo mache, so 32-33 Km/h.
Als ich einem ein Zeichen mache auch mal vorne im Wind zu fahren, geht er zwar vor kann aber das Tempo nicht halten, also muss ich halt wieder.
Die Bedingungen sind Ideal, sonnig und 25 Grad bei wenig Wind, wenn ich da an vor zwei Jahren denke mit Hagelschauer, Regen brrr.
Von Osterried nach Sulzschneid wie immer sehr hart der Anstieg will nicht aufhören.
Dann Leuterschach die Abfahrt zur Wertach, auf der Ideallinie steht natürlich genau ein Krankenwagen geparkt.
In Geisenried die Wechselzone, vor lauter Leuten erstmal den Richard nicht gesehen, obwohl er ein Signaloranges Trikot anhat.
Habe auf der Strecke 10 Plätze verloren wir wechseln als 74.
Selbst Platz 83 (2009: 123.) in 38:25 min, ich kann mich um unglaubliche 5 min verbessern.

Das Rennen aus meiner Sicht:

Andi kommt schon, so schnell ging es noch nie.
Erstmal Tempo finden, der Puls geht auf 181, bisschen bremsen, 178 ist genug.
Erster Km in 4:08, der zweite in 4:12 ich kann gleich mal fünf Läufer überholen.
Dann der Anstieg Richtung Hattenhofen, ich werde von zwei Läufern überholt Km in 4:36.
Bergab kann ich einen von denen wieder einholen, Km in 4:06.
Es geht von Hattenhofen Richtung Süden, wir laufen mit dem Wind es ist unerträglich schwül zwei Läufer gehen schon, Km in 4:35.
Es geht leicht bergab Richtung Talhofen, wir überquern die Wertach auf der Fußgängerbrücke.
Hier hat es gefühlte 35 Grad, die 1,5m hohen Seitenwände stauen die Hitze, Km in 4:24.
In Talhofen großes Remmidemmi am Verpflegungsstand, der Moderator begrüßt jeden mit Namen.
Ächz, der Anstieg nach Weibletshofen ist hart.
Aber nach Weibletshofen wird es noch schlimmer, es geht leicht bergauf und gegen die Sonne, schon lange nicht mehr so gelitten.
Zwei Km in 4:35 und 4:36.
In der Bahnunterführung kann ich noch jemand überholen, kurz danach die Zielgerade.
Links und rechts jubelnde Menschenmassen, letzter Km in 4:21.

Zieleinlauf als Gesamtmannschaft 55. (2009: 67.)
Selbst Platz 48 (2009: 33.) in 43:05 min, über drei Minuten langsamer wie 2009.

Das ich mich verschlechtern werde habe ich im Vorfeld schon gewusst, vor einer Woche noch nen Ultra und nicht viel Tempotraining gemacht.
Die hohen Temperaturen dieses mal kosteten sicherlich eine Minute, 2009 hatte es nur 14 Grad.

Aber dafür ist es ein Mannschaftswettbewerb, wenn einer schwächelt sind die anderen besser.

Samstag, 2. Juli 2011

Call me ULTRA

Ich laufe auf einem Feldweg, links ein Maisfeld, rechts steht Getreide, in der Ferne ist der Kirchturm von Bollingen zu sehen, der Forerunner zeigt 42,2 km, 42,3 km ...
Für mich unbekanntes Neuland, mehr als die berühmten 42,195 km habe ich noch nie laufend zurückgelegt.
Aber von vorne.
01.10 Uhr, der Wecker klingelt, nach 1,5 Stunden Schlaf bin ich erstaunlich fit.
Um 02.00 Uhr hole ich den Werner ab und wir fahren nach Ulm zur Laufnacht um an dem 50 km Lauf teilzunehmen.
Kurz nach 03.00 Uhr Ankunft in Blaustein, von hier fährt uns ein Shuttlebus zum Stadion des SSV Ulm.
Im Stadion ist eine Verpflegungsstelle aufgebaut und hier wechseln auch die verschiedenen Staffeln nach zurückgelegten 50 km.
04.00 Uhr, Start von nur 12 Läufern, die restlichen 50 er sind bereits um 23.00 Uhr in Blaustein gestartet.
Es geht an der Donau entlang, im Schein der Stirnlampe läßt sich erahnen das der Fluß Hochwasser führt.
4.45 Uhr, es dämmert und ich kann die Stirnlampe ausschalten.
Wir haben uns für eine defensive Lauftaktik entschieden, den Kilometer in 6 min, die steilen Anstiege hochgehen, an den Verpflegungsstellen stehenbleiben.
In Elchingen wartet die "Napoleonrampe" mit sicherlich 15-20% Steigung, es gibt trotzdem welche die Laufen da hoch.
Die Strecke ist wunderschön, es geht durch Wälder, Getreidefelder, kleine Ortschaften.
Auf der gesamten Strecke gibt es 18 Verpflegungsstellen, an jeder wird man freundlich begrüßt und teilweise beklatscht.
KM 30 die Wilhelmsburg ist erreicht, ich habe mit dem Werner ausgemacht das ab jetzt jeder sein eigenes Tempo läuft.
Die richtigen Anstiege kommen jetzt erst, die nächsten 10km haben es in sich ich kann aber alles laufend bewältigen.
Es wird ein Standortübungsplatz durchquert, beeindruckend ist ein rostiges Panzerwrack.
KM 45 mir geht es gut, keine Krämpfe, der Hammermann kommt nicht, jetzt bin ich sicher ohne Probleme zu finishen.
KM 49 da steht jemand und fotografiert mich, das ist ja Anton Lautner ein Ultraläufer der für marathon4you an Veranstaltungen teilnimmt und Laufberichte schreibt.
KM 50 Zieleinlauf nach 5h20min mit 453 Hm, mir tun zwar die Haxen weh, aber jetzt kann ich behaupten: "ich bin ein Ultraläufer".

Sonntag, 19. Juni 2011

Trainingslauf um den Forggensee mit Fotos

Letzter langer Lauf vor Ulm, mit Werner und Tobi zusammen.

Wir parkten am Illasbergsee, da könnt ihr auch mal Werners Zweitwagen sehen.
Und das nächstemal lassen wir das driften in Roßhaupten auch sein, Werner.

Es ist stark bewölkt und windig bei 12 Grad, auf der Strecke sollten uns aber nur drei kurze Regenschauer erwarten.


Nach 1,5 km wartete schon ein Anstieg mit 50 Hm auf uns, der Dorfname sagt alles.


Wir laufen am schönen Badesee "Hegratsrieder Weiher" vorbei.


Zuerst erscheint der Tegelberg und danach der Säuling.


Und natürlich Schloss Neuschwanstein.


Km 14, wir überqueren den Hochwasser führenden Lech.


Aus dem Augenwinkel was gesehen, der Körper schaltet auf Gefahrenmodus, die Urinstinkte.
Aber Entwarnung nur eine Nachbildung.


Das Millionengrab, das Festspielhaus des Musikals über den König.


Km 22, die Brücke über das Tiefental ist erreicht.


Der Kunstpark "Via Claudia Augusta"


Km 28 das Wasserkraftwerk.


Kurz vor dem Ziel nochmals ein Ausblick über den See.


Am Ende sind es 31,2 Km mit 180 Höhenmetern.

Sonntag, 12. Juni 2011

Zwei-Seen-Lauf 25,5 km


Ganz schön was los hier, insgesamt werden es auf den verschiedenen Strecken ca. 1300 Finisher sein.
Am Vormittag hat es bei uns noch geregnet, aber im Tannheimertal ist es momentan trocken aber mit 10 Grad etwas kühl.
Der Tobi und Werner wollen "nur" ein Trainingslauftempo durchziehen.
Da es nicht regnet, will ich versuchen meine Zeit von 2008 (2:04:29) auf unter zwei Stunden zu verbessern.
In den Menschenmassen sind auch neun Kenianier(innen) zu entdecken, die Siegprämien von 300€ für den langen und 150€ für den kurzen Lauf genügen anscheinend.
Wir 25,5 km Läufer starten 15min vor den 12,5 km Läufern.
Es geht von Tannheim immer leicht ansteigend zum Vilsalpsee, die Hälfte der insgesamt 200 Hm sind da schon überwunden.
Bei Km 4,5 am Anfang des Vilsalpsees erstaunliches, ich kann den Michi überholen der ist sonst bergauf immer stärker wie ich.
Nach der Seeumrundung geht es wieder bergab man kann locker eine 4:15 er Pace laufen, ein kurzer Regenschauer ist jetzt auch noch dabei.
Km 10: die ersten zwei Kenianer des später gestarteten 12,5 km Laufs überholen mich, wow die laufen mit einer 2:45 Pace bergab.
Bei km 12 wartet ein übler 18% Anstieg wo sich einige Zuschauer versammelt haben, das war Gott sei Dank das schlimmste Stück.
Im kupierten Gelände geht es Richtung Haldensee, den wir am Uferweg umrunden.
Am Ende der Ortschaft Haldensee erstmal Gegenverkehr: ca. 20 Kühe werden von der Weide getrieben und wir müssen mitten durch.
Die Halbmarathonmarke passiere ich in 1h37, das schaut gut aus.
Der Rest zurück nach Tannheim ist großteils flach und angenehm zu laufen.

Zielankunft nach 1:57:04 (Pace 4:35)
Platz 92 von 451 Teilnehmern
Platz 15 von 60 Teilnehmern der M40

Der Werner und Tobi liefen nach 2:17:45 (Pace 5:24) ein.


Am Ende im Zelt noch den kostenlosen Käsesemmel abgeholt (früher gabs Spaghetti) und sich noch aufgeregt über die lahme Schnitzel/Leberkässemmelausgabe.

Sonntag, 5. Juni 2011

Schwarzer Grat Berglauf

Jetzt schon zum dritten Jahr in Folge nahm ich heute am Berglauf zum Schwarzen Grat bei Isny teil.
Warum eigentlich? Für einen Bergläufer bin ich zu schwer und lande höchstens im Mittelfeld der Teilnehmer.
Aber irgendwie ist es ein gutes Training, nicht allzu herausfordernd (6,3 km mit 480 Hm) und für die 15€ Startgeld gibts noch ein schönes Funktionsshirt.
Außer mir war noch der halbe Lauftreff vertreten: Werner, Tobi, Gela, Edi, Michi, Erwin.
Wir konnten erstmals zwei Mannschaften in die Wertung bringen.
Um 10.15 Uhr starteten erstmals 56 Mountainbiker auf fast der selben Strecke.
Die hatten einen Bremsradler um sie durch das verwinkelte Dorf zu leiten.
Dann um 10.30 Uhr wir, beim Böllerschuß zum Start zucke ich nicht mehr zusammen wie der großteil der anderen Läufer :-)
Am Anfang Bergab, da kann man´s laufen lassen bevor nach 500m der erste Anstieg beginnt.
Ups, der Puls ist schon über 180 da muss ich etwas bremsen.
Nach einem Km sind die ersten 80 Höhenmeter überwunden, mit einer Pace von 5:27.
Es kommt ein eher flaches Stück mit Bergabpassagen der nächste Km in 4:27.
Km 3 und 4 in 5:27 bzw. 5:21.
Ich achte darauf lieber kleine Schritte zu machen, das hilft, meine Beine fühlen sich noch gut an.
Jetzt wird´s schwer Km 5 hat 80 Hm, die Pace fällt auf 6:19.
Mist bei Km 5,5 höre ich den Edi, wie er singend von hinten herankommt und mich überholt.
200m später überholt auch noch der Michi.
Km 6 hat 100 Hm, Pace 7:27.
Am Ende die Krönung: ein steiler Wurzelpfad, der durch den nächtlichen Regen aufgeweicht ist!
Ich muss 20m gehen, die Rennschuhe haben keinen Grip.
Den Rest vom Steilstück kann ich auf dem Vorfuß laufend hinter mich bringen.
Km 6-6,3 40 Hm, Pace 10:03.

Mit einer Endzeit von 36:41 kann ich mich zum Vorjahr um 34 sec verbessern.
Der Edi mit 36:07 und der Michi mit 36:27 waren nicht weit vor mir.
Platz 120 von 272 Teilnehmern.
Lauftreff MOD I 17. Platz, MOD II 21. Platz.