Dienstag, 30. April 2013

50km Ultra in Ebershausen


Jetzt also doch, trotz drei Wochen Trainingsausfall wegen Krankheit laufe ich den 50 km Ultra in Eberhausen  mit: fcerunning
Ich habe mir vorgenommen eine 6er Pace einzuhalten und irgenwo in 5 Stunden + X zu finishen.

Wo zum Geier liegt eigentlich Ebershausen?
Unweit von Krumbach, das es wenig bekannt ist liegt wohl an der geringen Einwohnerzahl von ca. 600.

Der Örtliche Fußballklub hat eine rührige Laufsportabteilung die normalerweise einen Halbmarathon ausrichtet aber es jetzt mal mit einem Ultra versucht.

Die Strecke besteht aus einer 5 km Runde, laut Ausschreibung mit ca. 10 Höhenmetern.

Um 09.30 Uhr ist der Start, das Teilnehmerfeld ist leider sehr übersichtlich (21 Einzelstarter, 8 Teams).
Die Temperatur liegt bei frostigen 6 Grad, der Himmel ist bedeckt, ich werde während des ganzen Laufes meine Handschuhe anbehalten.






Nach dem Start geht es bergab, wir überqueren den Dorfbach und verlassen nach ca. 1 km das Dorf
um auf einer Landstraße 1,9 km in Richtung eines mit einer Verpflegung besetzten Wendepunktes zu laufen.

Die 10 Höhenmeter entpuppen sich dann doch als ungefähr 40, die halbe Strecke geht nur bergauf.
Das Feld hat sich schnell auseinander gezogen hinter mir sind nur vier Läufer(innen).

Ich muß mich die ersten 20 km bremsen um die 6er Pace einzuhalten.
Meine Rundenzeiten sind dennoch deutlich unter 30min.
Erstaunlich was einem auffällt wenn man zehnmal die selbe Runde läuft: da riecht es nach Silo, dort nach Pferd, da liegt ein überfahrener Frosch auf der Straße, da muss man auf einen Kothaufen achten.

Nach jeweils 10 km verpflege ich mich mit einem Riegel und Iso an der Station im Zielbereich.
Die Kühle hat auch was gutes, man schwitzt kaum muss wenig trinken und hat keine Probleme mit seinem
Salzhaushalt.

Ab km 30 merke ich das es heute wirklich gut läuft und mein Ziel ist es unter 5 Stunden zu bleiben.

Ab km 35 muß ich mich schon mehr anstrengen um auf der ansteigenden Hälfte nicht zu langsam zu werden.

Ab km 40 nehme ich mir dann Cola und Kuchen, das gibt nochmal Energie, ich kann zwei Teilnehmer überholen die einbrechen.

Ich habe mir vorgenommen ab km 47,5 zu beschleunigen da es ja bergab ins Ziel geht.

Kurz davor höre ich hinter mir wie sich zwei Frauen unterhalten und immer näher kommen, als ich an der letzten Verpflegung stehen bleibe werde ich überholt.
Jetzt ist mein Ehrgeiz geweckt, ich laufe eine 5:10 Pace und überhole beide wieder.
Aber hallo, ich kann sie nicht abschütteln die bleiben immer kurz hinter mir.
Egal ich ziehe das Tempo bis in das Ziel durch und finishe in 4:56:44.





Sonntag, 31. März 2013

Laufen im Frühjahr

Vor zwei Wochen als der Schnee geschmolzen war fiel es mir auf: überall liegt der Müll vom Winter rum.
Von den üblichen Mcwürg-Verpackungen bis zu alten Autoreifen die irgendwer in die Büsche geschmissen hat.
Da macht die Laufrunde jetzt wieder mehr Spaß, wenn alles vom Schnee verdeckt ist.

Gestern eine außergewöhnliche Vogelsichtung gemacht, von Hattenhofen Richtung Waldanhöhe gelaufen,
fliegt ein Vogel auf und landet nach ca. 10m wieder.
Dachte mir: komische Flügelzeichnung und brauner Schulterbereich, als er dann seine Haube aufgestellt hat
war es klar: ein noch nie zuvor gesehener Wiedehopf (Bild exemplarisch).


Da ich leider wegen Krankheit drei Wochen komplette Laufpause einlegen musste, hat sich mein Ziel
am 28.04. bei einem 50km Lauf zu starten wohl erledigt.
Es ist unglaublich was man in drei Wochen an Kondition einbüßt, ich trainiere seit zwei Wochen wieder und
bin vielleicht auf 75% des Niveaus wie vor der Krankheit.

Sonntag, 10. Februar 2013

Trainingsbeginn


Endlich ist es wieder soweit, der 12 Wochen Trainingplan für den 50km Lauf in Ebershausen am 28.April
http://www.fcerunning.de/ hat diese Woche begonnen.

Jetzt wird wieder strukturiert gelaufen nicht nur nach Lust und Laune.

Da es für 50km Läufe keine speziell anderen Pläne als für einen Marathon gibt, hab ich mich für einen
Marathonplan mit einer Zielzeit von 4 Stunden entschieden (den 50er will ich unter 5 Stunden laufen).

Eine Trainingswoche sieht so aus:

Dienstag: 45 min Fahrradergometer
Mittwoch: Intervalltraining
Freitag: Tempodauerlauf
Sonntag: langer Lauf

Für das Dienstagstraining habe ich tief in die Tasche gegriffen und mir einen Kettler Racer S geleistet:


Der heutige lange Lauf hatte es Temperaturmäßig recht in sich, an der Haustüre -15 Grad und nach
einem km auf freier Stecke hatte es sicher -20 Grad.
Doch die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel, ich war richtig angezogen so wurden die 29km
nicht so schlimm.

Montag, 5. November 2012

Teamlauf durch das Bärenholz (4x2,5km)


2008 hatte ich mit dem Werner schon mal mitgemacht, unsere damalige Finisherzeit betrug 41:42 min.
Wir liebäugeln ein bisschen damit diesmal die 40 min zu unterbieten, mal schaun.

Die Rundstrecke hat 2,5km mit ca. 50 Höhenmetern, 500m davon sind auf einer Finnenbahn (belegt mit Holz- oder Rindenschnitzeln) zu laufen.


Wie der Name Teamlauf sagt wird immer abwechselnd gelaufen also jeder insgesamt 5km.





Der Werner fängt an, es sind insgesamt 49 Teams am Start und es geht gleich los wie die Feuerwehr.


Nach 10:10 min was einer tollen Pace von 4:04 entspricht, wechselt der Werner auf mich.

Es geht zuerst bergab dann aber stetig bergauf bis in den Wald, der im Gegensatz zum sonnigen und 15 Grad warmen Stadion doch kühl erscheint.
Nach der Durchquerung des Waldes geht es langezogen bergab, da kann man es richtig laufen lassen.
Die Finnenbahn entpuppt sich als Humusbahn, anscheinend haben sich die Hackschnitzel im laufe der Jahre
schon kompostiert.
Ich bin nach einer Rundenzeit von 10:04 min wieder an der Wechselposition.

Die zweite Runde wird naturgemäß langsamer, der Werner benötigt diesmal 10:29 min.

Meine letzte Runde fühlt sich am Anfang ziemlich gut an, aber dann werden die Beine doch schwer und
es ist eine Quälerei den Anstieg auf der Finnenbahn noch flott hochzukommen.
Rundenzeit 10:20 min
Gesamtzeit 41:03; Gesamtplatz 14; Platz AK 6



Sonntag, 21. Oktober 2012

10km Wettkampf in Pforzen; oder man soll das Fell des Bären erst teilen wenn dieser erlegt ist


In 8 Wochen ist der Nikolauslauf in Marktoberdorf, da will man sich doch in einer guten Form präsentieren.
Nachdem ich kaum etwas trainiert habe die letzten Monate, wird jetzt wieder sklavisch nach einem Trainingsplan vorgegangen.
Da bietet sich an, seinen aktuellen Leistungsstand festzustellen.
Blöd ist nur das nach der großen Bergtour vor zwei Tagen die Beine alles andere als frisch sind.

In Pforzen mit dabei ist mein jüngster Bruder Werner, der gut in Form ist und 45min laufen sollte, ich habe mir vorgenommen mit einer 4:20er Pace durchzulaufen was einer Endzeit von 43:20 min entspricht.

Die Beteiligung an den gebotenen Kinderläufen und den 5km Hobbylauf (14 Teilnemer) ist doch sehr gering.

Am 10 Kilomterlauf nehmen auch nur 31 Läufer teil, am Wetter kann es nicht liegen, die Sonne strahlt vom Wolkenlosen Himmel es ist fast schon zu warm.

Es sind 6 fast flache Runden a´1,67km zurückzulegen.

Es geht los, erster Kilometer in 4:17 das schaut ja noch gut aus.

Aber was ist das? Nach 1,2km zieht der Werner schon an mir vorbei, ich will mich dranhängen aber der Puls steigt auf 179 da muss ich doch langsamer tun.

Die nächsten drei Kilometer liegt die Pace nur zwischen 4:25 und 4:28 obwohl ich einen Puls von 177 habe.
Wenigstens der Abstand zum Werner bleibt gleichbleibend bei ca. 20m.

Die weiteren drei Kilometer sinkt die Pace auf Werte zwischen 4:32 und 4:34.

Die Beine werden schwerer: Km 8 in 4:44 und Km 9 in 4:37, der Abstand zum Werner steigt auf ca. 200m.

Ich habe mich damit abgefunden das erste mal bei einem 10er langsamer als der Werner zu sein, welch ein Debakel!

Letztes Mal durch Start und Ziel, aber was ist das!?
Der Werner steht hinter dem Zielbanner und hält sich die Seite, ich frage: was ist los?
Er: ich habe furchtbares Seitenstechen, bekomme keine Luft mehr!

Ich laufe die letzte Runde noch und komme nach 47:10 min ins Ziel, der Moderator fragt mich noch ob ich mit der Zeit zufrieden bin ich Antworte nur das meine Bestzeit bei 39min liegt.
Laut Forerunner ist die Strecke auch 10,45 km lang.

Werner hat sich erholt und kommt nach 48:24 min ins Ziel.

Die Chance bei einem 10er vor mit im Ziel zu sein, wird er so schnell nicht mehr haben, bis zum nächsten 10er am 25.11 in Immenstadt bin ich wieder in besserer Form!



Freitag, 19. Oktober 2012

Bergtour auf die Große Arnspitze (2197m)

Wir fahren nach Mittenwald und biegen dort Richtung Leutasch (Österreich) ab.
Nach dem Dörfchen Burggraben lassen wir das Auto am Straßenrand stehen.
Es geht zuerst durch einen Wald bis zur Riedbergscharte (1449m).

Nach der Überschreitung des Riedkopfes (1860m) geht es auf und nebem dem Grat weiter.



Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich liegt genau auf dem Grat.


Unser Ziel kommt in Sicht.


Der Föhn bläst mit Windstärke 6-7 über den Grat.


Der schwierigste Teil liegt vor uns, 200 Höhenmeter Schrofenkletterei.


Nach 3 Stunden und 1280 Höhenmetern stehen wir auf dem ca. 10m höheren Vorgipfel.


Den Übergang zum Gipfelkreuz ersparen wir uns, da doch etwas Schnee in dem zu überwindenden steilen Absatz liegt.
Der Föhn sorgt für eine trockene Luft dadurch ist die Aussicht sehr gut.


Für den Abstieg benötigen wir 2,5 Stunden, die Höhenmeter summieren sich auf insgesamt 1430.

Mittwoch, 12. September 2012

Bike&Hike auf den Hirschbichel (1935m)


Ausgangspunkt ist Burgrain, am Start ich, Andi und Franz.
Es geht über eine Forststrasse 10km weit und 850 Hm hinauf zur Enningalpe auf 1550m.

Die Strecke bietet neben längeren Anstiegen immer wieder flache Stücke um sich zu erholen.






Die Sonne heizt auf der Südseite richtig ein und der Schweiß fließt.



Nach ca. zwei Stunden Ankuft an der Alm, Zeit für eine Pause.

Unser Ziel ist zu sehen.



Von der Alm geht es runter, der Weg wird immer schmaler, rechts gähnt der Abgrund.
Stop! Falsch gefahren, 600m zurück bis wir bei der richtigen Abzweigung sind.

Die Räder legen wir ab und ziehen uns um.

 

Nun heißt es den Berg zu umrunden um den Aufstieg von Süden zu erreichen.
Ein Südanstieg um die Mittagszeit ist besonders herausfordernd, nach ca. 1,5h und 470Hm sind wir froh endlich auf dem Gipfel zu sein, den wir uns leider mit Hunderten von Fliegen teilen müssen.


Es ist zwar etwas dunstig aber der Ausblick in den näheren Bereich ist gut.



Der Rückweg geht um einiges schneller, da wir eine Abkürzung finden, die uns die Umrundung des Massivs erspart.
Nach einer rasanten Abfahrt noch eine Einkehr am Pflegersee und eine gelungene Tour findet ihr Ende.